Krippen-Franz trifft Krippen-Toni

Da stand ein Lindenbaum …

Um 1978 musste im Rahmen einer Umgestaltung des Ebersberger Marienplatzes eine Linde gefällt werden. Durch die Vermittlung des damaligen Ebersberger Volksschullehrers Gebhart gelangten etliche Holzteile der Linde in die kreativen Hände des Krippenschnitzers Anton Hötzinger aus Haar bei München. Im Laufe der Jahre schuf der „Krippen-Toni“ nach eigenen Skizzen in seiner Freizeit insgesamt 44 Figuren – alle frei Hand geschnitzt – die meisten davon aus einem Stück Ebersberger Lindenholz. Dazu passend inszenierte er eine Krippenlandschaft mit Naturmaterialien, Wurzelhölzern sowie selbst zusammengetragenen Steinen aus ganz Europa.
Vom letztjährigen Krippenweg begeistert, bot Toni Hötzinger Franz Kisters an, die sozusagen auf dem Ebersberger Marienplatz „gewachsenen“ Krippenfiguren samt Krippenanlage in ihre Heimatstadt zurückkehren zu lassen, wo die Lindenkrippe nun bis 8. Januar 2017 im Bürgerbüro im Rathaus zu bewundern ist. 
Sämtliche Figuren wurden von Toni Hötzinger nach eigenen Vorstellungen entworfen und mit Bleistift skizziert. Alle Figuren sind jeweils aus einem Holzstück herausgearbeitet, kein Detail ist angeklebt. Nach einer weißen Grundierung wurden die Figuren mit Acrylfarben gefasst, mit Wachs patiniert und anschließend lackiert. Der Elefant geriet etwas kleiner, weil kein größeres Holzstück zur Verfügung stand. Als Krippenlandschaft wählte Toni Hötzinger eine Höhlenlandschaft,angeregt durch die Krippe in Kloster Scheyern.